Honda CB Seven Fifty. Gehört meiner Mitbewohnerin. Wird nicht viel gefahren und ist weitestgehend im Originalzustand. Gab bisher wenig zu berichten, und wenn sich das ändert, wird es hier Niederschlag finden. Ich hab noch nicht mal ein vernünftiges Bild gefunden. Hier ist sie im Hintergrund zu sehen:

Ich habe immer noch nicht alle Fahrzeuge vorgestellt. Heute ist der Mini dran, den meine Mitbewohnerin schon länger haben wollte. Ein erster Kauf ist vor fünf Jahren gescheitert, weil der Verkäufer das Auto nicht wie vereinbart an den Start bekommen hatte. Und auch da hatten wir mit dem Problem zu kämpfen, dass hauptsächlich überteuerter Schrott auf dem Markt ist. Der hier ist es dann geworden, gekauft im April 2013 für 1200 € mit fast neuem TÜV:

Da ist natürlich einiges passiert in der Zwischenzeit - bleiben Sie uns gewogen!
Als der R4 neu bei uns war, fiel mir auf, dass bei drei der vier Traggelenke an der Vorderachse die Gummimanschetten in Fetzen hingen (das vierte Traggelenk wurde schon mal ersetzt - zu erkennen daran, dass es verschraubt war. Original ist es am Querlenker vernietet). Ich habe daraufhin die entsprechenden Ersatzteile bestellt. Sie waren von der Firma „Optimal“. Es gibt ja verschiedene Firmen, die Ersatzteile aus der ganzen Welt beziehen und in ihre Packungen tun (die dann, da dieses Umpacken in Deutschland geschieht, die Packungen gern mal mit dem Aufdruck „Germany“ schmücken), die Optimal-Teile gehören offenbar zu den besseren, denn die Gelenke und die Gummimanschetten halten bis heute. Ich will jetzt keinen Rant starten über schlechte und noch schlechtere Autoteile, denn die Qualität kann innerhalb eines Fabrikats schon starken Schwankungen unterworfen sein. Oder ich werde irgendwann später mal abranten… Und später habe ich mal mitgekriegt, dass man die Gummis auch einzeln tauschen kann, auch wenn die nicht leicht zu bekommen sind. Bei ebay gibts einen Bulgaren, der verkauft die nach Grösse zu einem fairen Kurs.
Zur Winterpause Ende 2011 beschloss ich, die Antriebswellen-Simmerringe am Getriebe zu erneuern, um den Ölverlust einzudämmen. Zum Glück kommt man beim R4 von vorn ans Getriebe, nachdem man die Motorhaube abgebaut hat. Aufbocken muss man die Karre trotzdem, um die Antriebswellen abzubauen, aber man muss nicht unterm Auto mit dem schweren Getriebe hantieren.
Leider habe ich kaum Bilder von der Aktion (das ist ein Problem das noch öfter auftauchen wird. Regelmässig vergesse ich das Fotografieren, wenn ich am Werkeln bin).
Vor dem Ausbau des Getriebes muss das Getriebeöl abgelassen werden, sonst gibts eine grosse Sauerei.
Leider kommt man an die Dichtringe nicht von aussen, man muss die grossen Deckel mit den Lagerschalen rausdrehen. Dazu habe ich mir ein sternförmiges Spezialwerkzeug gebaut. Über diese Deckel wird das Differenzial-Lagerspiel eingestellt - man sollte also vor dem Ausbau die exakte Position mit einem Körnerschlag o.ä. markieren (edit: und die Lagerschalen nacheinander aus- und wieder einbauen - nie beide gleichzeitig ausbauen. Sonst muss das Diff neu ausdistanziert werden!). Die Deckel tragen aussen umlaufend in einer Nut einen O-Ring, welcher auch erneuert wird.
Rückseitig am Getriebe zum Motor hin befindet sich ein Blechdeckel. Ich weiss nicht wie der normal aussieht, bei unserem Auto war der etwas verbogen. Ich habe versucht, ihn etwas zu richten, aber obwohl ich beim Wiedereinbau zusätzlich zur Dichtung etwas Dichtmasse verwendet habe, ist er leider nicht ganz dicht geworden.
Nun wo das Getriebe schon mal draussen war, habe ich auch die Kupplung erneuert. Sonst kommt man ja nicht so schön dran. Dabei fiel mir auf, dass die Kupplungsbetätigung schon sehr verschlissen war und bald den Geist aufgegeben hätte:


Ich habe zum Glück gute Gebrauchtteile bekommen - alternativ hätte ich die vorhandenen Teile aufarbeiten müssen.
Nach dem Zusammenbau musste die Kupplung noch eingestellt werden. Das ist fummelig und man muss doch noch unters Auto.
Einen VW Caddy wollte ich eigentlich schon länger haben, nur gab es keine vernünftigen Angebote. Entweder nicht fahrbereiter Kernschrott oder zu Tode getunte Blingbling-Fahrzeuge für sehr viel Geld. Da kam mir Anfang 2013 dieses Angebot über das Fusselforum gerade recht - 900€ für einen fahrbereiten Caddy mit 1 Jahr Resttüv. 1,6er Benziner mit 75PS - sehr schön, ich mag keine Diesel. Und die Anhängerkupplung war auch schon dran. Also haben wir einen kleinen Roadtrip in die Nähe von Hannover gemacht. Hier das Bild aus dem Verkaufs-Thread:

Und das war kurz danach bei uns in der Einfahrt:

Ich habe erstmal nur das nötigste gemacht, reinigen, abschmieren, ein paar kleinere Defekte beheben. Und das übliche bei jedem Neuzugang: Öl+Filter wechseln, neuer Luftfilter, Kerzen und Zündungskram neu. Etwas problematisch war noch der schlechte Leerlauf, das habe ich auch nicht gleich in den Griff bekommen. Inzwischen weiss ich, dass das zumeist auf den kleinen Unterdruckschlauch an der Ansaugbrücke zurückgeht, der bei alten VWs regelmässig porös wird. Und ein VW-Zeichen für den Grill musste noch sein, ich habe es aus einer am Wegesrand gefundenen Radkappe hergestellt:

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