Hauptuntersuchung. Dieses Mal nicht auf Anhieb bestanden. Die Freigängigkeit der vorderen Bremsen und ein Traggelenk wurden beanstandet. Ich hab leider nur wenige brauchbare Bilder, weil die Händikamera kaputt war. Eins davon, als Reminder wie alles zusammen gehört:
Meinen Angstgegner, das untere Traggelenk, hab ich dieses mal selber besiegt:
Die mangelnde Freigängigkeit lag letzten Endes an den Bremssätteln - die Kolben waren so fest, dass sie sich nicht mit der Schraubzwinge zurück drücken liessen - deshalb habe ich neue geordert und in der Zwischenzeit auch etwas frischen Lack verteilt. Die Bremssattelhalter wurden zuvor gereinigt und sandgestrahlt und neue Führungshülsen gab es auch.
Hier noch ein Blick von der anderen Seite:
Resultat:
Werde ich wohl nie umsetzen. Zu viele kleine Nicklichkeiten. Das fängt schon mit den Frankenstein-Schweissnähten am Fensterrahmen an und hört bei den ganzen Kleinteilen, die ich besorgen müsste, noch lange nicht auf.
Ich fand noch eine kleine Roststelle im Beifahrer-Fussraum. Das wuchs sich schnell zu einem grösseren Problem aus, denn da wurden im Laufe der Zeit immer wieder "Reparatur"-Bleche übereinander gebraten und das hat dann von innen heraus Blätterteig gebildet und der musste erstmal komplett raus:
Das rostet ja nie in der Mitte von einem Blech, sondern immer an den Verbindungen, so dass - in diesem Fall - drei Bleche betroffen waren. Ich baue immer vorsichtig zurück und trenne nicht gleich das halbe Auto raus,damit man noch halbwegs nachvollziehen kann, wie das ursprünglich mal ausgesehen hat. Hier ist da erste Blech schon drin:
und hier das zweite:
Blech 1 und 2 habe ich aus 1-mm-Blech gemacht, aus Stabilitätsgründen. Dementsprechend unlustig war das Formen. Speziell Blech 2, das wirklich dreidimensional geformt ist. Blech 3 habe ich aus 0,8er Tiefziehblech angefertigt, aus Gründen:
Extreme panel beating, Terror! Einpassen, ja das geht in die richtige Richtung.
und drin:
Das wurde danach noch konserviert/lackiert, aber davon habe ich keine Bilder gemacht.
Ich musste (wieder mal) einen rostigen Froststopfen ersetzen, diesmal den mittleren. Arbeit ist ähnlich wie ein paar Seiten vorher, wo ich den linken erneuert habe. Dieses Mal musste die Ölleitung ab, weil die im Weg war. Die und den Ölfilterhalter hab ich noch hübsch gemacht, leider vergass ich ein Bild zu machen. Der Scheibenrahmen braucht auch mal wieder etwas Zuwendung, eine kleine Stelle musste geschweisst werden. Hatte ich mir vorab schlimmer vorgestellt. An einem kleinen Auto kann man Karosseriearbeiten schon mal mit dem Dremel machen:
Ich habe zum ersten Mal mit Oxyblock gearbeitet und die ganzen flugrostigen Stellen am Scheibenrahmen damit behandelt, mal sehen, wie das sich so schlägt.
Nach Abschluss der Lackierarbeiten wurde die Scheibe wieder eingesetzt, das ist auch mit gutem Werkzeug noch eine Plackerei. Die Dichtung kam neu, die Frage ist: wie rum wird sie eingebaut? Sie ist nämlich nicht symmetrisch, auch wenn sie auf den ersten Blick so aussieht. Ich demonstriere das mal an der alten Dichtung, die ist eh an der Nahtstelle aufgegangen:
Die Nuten sind unterschiedlich breit. Die schmalere Seite (links im Bild) wird auf den Scheibenrahmen gesteckt, in die breitere Nut (rechts im Bild) kommt dann die Scheibe.
Um das Benzinhahn-Problem zu umgehen, habe ich einen in-line-Benzinhahn besorgt (d.h. der ist nicht im Tank, sondern hängt mehr oder weniger frei in der Kraftstoff-Leitung - wie der Name schon sagt). Meiner ist von OMG, den gibts mit oder ohne Befestigungs-Ohren. Ich hab ihn mal mit bestellt, so halte ich mir die Option offen, ihn erforderlichenfalls irgendwo befestigen zu können.
Das funktioniert jetzt so weit, dass kein Benzin mehr am Vergaser raus verdunstet, Staub zieht und alles in der Nähe mit der Zeit schwarz färbt.
Dafür gab es wieder einen Roadtrip, traditionell mit Regen:
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