schrauberblog x
Mittwoch, 21. Oktober 2020

Indem ich ein paar Lücken im Regen nutzen konnte in diesem bislang wettermässig echt bescheidenen Oktober, habe ich den Mazda gewaschen, poliert und eingewachst. Und immerhin konnten wir einen Ausflug machen - den ersten in diesem Jahr - wenn auch nur ans gegenüber liegende Ende der Stadt.

Da fiel mir auf, dass ich von der Polier-Orgie noch gar nicht geschrieben habe, die ich letztes Jahr etwa um die gleiche Zeit veranstaltete. Aus Gründen - die man nicht ins Internet schreibt, sondern mal angeschickert am Lagerfeuer erzählt - beschloss ich letzten Oktober, den stumpf gewordenen Lack des MX-5 mit Lackreiniger und Hartwachs zu behandeln. Lackreiniger und Hartwachs? Ja, diese beiden Produkte stehen schon bei mir herum, so lange ich zurück denken kann. Ich habe damit immer wieder mal Fahrradrahmen aufgehübscht, dafür hats getaugt. Beim MX-5 bin ich aber schnell an Grenzen gestossen, wobei nicht klar war, ob das Zeug nach heutigen Massstäben nix taugt oder einfach überaltert war. Ich habe es daher entsorgt und Geld in die Hand genommen:

Ein Glanz-Bild vom letzten Jahr (wobei das auf Bildern nur unzureichend rüber kommt):

Letztes Jahr habe ich mit zu milder Politur angefangen, das habe ich dieses Mal anders gemacht. Die Reihenfolge, wenns jemanden interessiert:

  • Auto waschen
  • Lack abkneten (Valet Pro)
  • Grobe Politur (Menzerna Heavy Cut 1000)
  • Feine Politur (Mirka Polarshine 10)
  • Nochmal waschen, Politurreste entfernen
  • Wachs (Soft 99 The Kiwami)

Für die Verdeckpflege nehme ich Top End von Surf City Garage, für Kunststoffteile Nano Magic Plast Care von Koch Chemie und für die Scheiben Speed Glass Cleaner ebenfalls von Koch Chemie.
Diese Produkte erfüllen ihren Zweck gut, meiner laienhaften Meinung nach. Verwirrend finde ich die hohe Zahl von Spezialprodukten für jeden möglichen Anwendungsfall, möchte mal wissen, ob da noch jemand durchblickt…





Freitag, 11. September 2020

Das Tragbild der Bremsscheiben war schon länger nicht mehr so doll, aber so lange es für die HU taugt (und der Prüfer nicht meckert - bei der letzten HU hat er es zwar erwähnt, aber nicht aufgeschrieben) und so lange es ordentlich bremst, sehe ich da keinen Handlungsbedarf. Dann hats aber zu rubbeln begonnen und ich habe günstig einen Satz Ferodo-Scheiben abgreifen können (die Beläge habe ich schon länger liegen). Alles was man braucht: :

Ist beim Mini etwas mehr Aufwand als man das sonst so kennt, weil die Bremsscheiben nicht aussen auf der Nabe sitzen, sondern von innen gegen die Nabe geschraubt werden. Deshalb muss man sie abnehmen und dazu muss wiederum die Zentralmutter gelöst werden.
Die Scheiben waren, wie gesagt, nicht mehr so doll:

Hat alles geklappt, keine Probleme, nix abgebrochen, alles glänzt:

Und dann habe ich noch die selbstgemachten Nabendeckel montiert. Sind 3D-gedruckt aus PETG und mal eben schwarz glänzend überlackiert. Der Schriftzug ist aus dem Folienplotter:





Donnerstag, 10. September 2020

Letztes Jahr zur HU waren wieder mal Blecharbeiten erforderlich, natürlich auch wieder mal mehr als geplant. Zum einen wollte ich mal nur eben die eine Befestigung der hinteren Stossstange reparieren und wurde mit diesem Werk eines Spachtelkünstlers konfrontiert:

Hier ist schon frisches Blech reingewandert. Die flachen Teile habe ich aus einem alten Computergehäuse angefertigt:

Die rundlichen Teile sind aus feinem Tiefziehblech. Hier schon wieder fertig gestrichen und zusammengebaut:

Am vorderen Kotflügel wollte ich nur ein paar kleine Blasen entfernen. So sieht das dann aus, wenn man bis auf gesundes Material zurückbaut: Einmal A-Säule neu:

Mal eben die Tür eingehängt, um den Verlauf der Kante zu kontrollieren. Passt:

Ja, man kann dieses Blech auch neu kaufen. Aber eigentlich wollte ich nur den hinteren Streifen ersetzen, bis ich feststellte, dass der Rest auch hauptsächlich aus Spachtel bestand. Wie man sieht, musste ich auch den Übergang der A-Säule zum Schweller instand setzen:

Der Prüfer hat dann doch noch eine kleine Stelle gefunden - ein Löchlein im Kotflügel der Beifahrerseite. Hab ich das halt auch noch repariert.





Mittwoch, 9. September 2020

Bei der Reparatur der Ventilschaftdichtungen fiel auf, dass der Anschluss-Stutzen für den Heizungsschlauch schon recht korrosionsgeschwächt war und es nur noch eine Frage der Zeit war wann er nachgeben würde. Da das normal irgendwo während der Fahrt passiert, habe ich beschlossen, nicht darauf zu warten, sondern zeitnah tätig zu werden.
Der Stutzen ist für Mini-Verhältnisse relativ teuer, so dass ich mal nach Universal-Ware geschaut habe und auch nach was schickem aus Alu beim Chinamann, wurde aber nicht fündig. Also original. Der Ausbau gestaltete sich schwierig, weil eine Schraube nicht mitspielen wollte:

Sie ist abgerissen. Das ist doof, weil zum einen habe ich keine Zoll-Gewindeschneider und zum anderen musste das Auto am nächsten Morgen wieder einsatzbereit sein. Schraube anschweissen hat dann aber geholfen:

Schöne glänzende Schrauben hatte ich zum Glück noch da. So hat das Ganze ein Gesicht:





Dienstag, 8. September 2020

Mir ist aufgefallen, dass ich die Berichterstattung über den Mini etwas vernachlässigt habe - die im letzten Bericht erwähnte Reparatur an der Bremsleitung fehlt unter anderem, ich werde demnächst ein paar Arbeiten vom letzten Jahr zeigen.
Irgendwann fiel mir auf, dass der rechte Bremsschlauch feucht war und dass zwar langsam, aber kontinuierlich, der Stand der Bremsflüssigkeit sank. Ich habe das eine Zeit lang beobachtet und habe Ursachenforschung betrieben. Mein erster Verdacht war die Verschraubung des Bremsschlauches, die hatte ich vor einiger Zeit mal gelöst, weil ich den Bremssattel getauscht hatte. Die war es jedoch nicht. Sondern die Verschraubung der Bremsleitung zum linken Bremssattel. Zur Erklärung: Innen am Längsträger sitzt ein T-Stück. Von hinten kommt die Leitung vom Bremskraftverteiler, nach unten geht der Bremsschlauch zum rechten Bremssattel und nach vorn geht eine Bremsleitung u-förmig um dem Motor rum an den linken Längsträger, wo die Verbindung zum linken Bremsschlauch sitzt. Und genau die Verschraubung am T-Stück war der Übeltäter. Die Bremsflüssigkeit trat nur aus, wenn Druck auf dem System war, also beim Bremsen. Und zwar nicht zwischen Leitung und Nippel, sondern am Gewinde aussen wo der Nippel ins T-Stück geschraubt ist. Die Verschraubung war fest, hat sich nicht gelockert. Wurde nur einfach undicht:

So was hatte ich ja auch noch nicht gesehen. Ich habe mal auf Verdacht die Bremsleitung ausgetauscht. Alt vs. neu:

Treffer. War auf Anhieb dicht und ist es bis heute (ich hatte ja die Verschraubung im Verdacht, als letztens wieder eine Pfütze Bremsflüssigkeit unterm Auto war):





Nächste Seite