schrauberblog x
Montag, 13. November 2017

Beim Routinecheck fiel auf, dass die eine Achswellenmanschette fettig war. Ich habe die ja erst in diesem Jahr erneuert, und - wie im Haynes Manual beschrieben - mit Draht gesichert. Den habe ich auf einer Seite wohl nicht fest genug verdrillt. Da ich wenig Lust hatte, die Antriebswelle auszubauen, habe ich mir erst überlegt, ob ich unterm Auto einen neuen Draht rumtüddeln soll, habe die Welle dann aber doch ausgebaut, weil es sich auf der Werkbank doch angenehmer arbeitet.

Das ganze Zeug putzen, die übliche Sauerei. Ich habe dann auch keinen Draht mehr verwendet, sondern chice Bandschellen, die ich mir mal vorsorglich für Schmales bei Aliexpress bestellt hatte. Das sollte jetzt halten.





Freitag, 10. November 2017

Was mir bisher immer gefehlt hat, war eine vernünftige Befestigungsmöglichkeit für Gepäcknetze, Spanngurte o.ä. Ich habe mir eine Zeitlang mit nach unten gerichteten Schrauben beholfen, wo man die Haken vom Netz etwas umständlich hinfummeln konnte. Aber es wurde mal Zeit für eine ordentliche Reling. Man nehme 22er Rundrohr, hier erst mal nur aufgelegt zur Längenbestimmung:

Und hier verschweisst und schwarz lackiert. In die Enden hab ich noch Rundstopfen gesteckt. Fertig:





Freitag, 3. November 2017

Als die Batterie im Caddy vor einiger Zeit den Geist aufgab, hatte ich als Ersatz nur eine Hawker SBS 30 am Start, und da es schnell gehen musste, habe ich sie einfach mit einem Spanngurt befestigt. Und wie das so ist mit Provisorien, blieb das einfach erst mal so. Hat ja funktioniert. Mir gefiel diese Lösung allerdings nicht, und die Frage ist auch, was der TÜV dazu sagt. Also frisch ans Werk. Man nehme 10er Vierkantrohr:

Daraus entsteht dann ein Rahmen, der die Grösse der Standardbatterie hat und so auf die Original-Halterung passt:

So sieht das dann fertig lackiert aus. Das Teil rechts ist eine Carbon-Platte, die sollte die Batterie eigentlich alleine halten, bog sich aber unschön durch, wenn man die Schrauben angezogen hatte. Die Lösung: Formschluss. Das linke Teil nimmt die Kontur der Batterie auf und stammt aus dem 3D-Drucker.

Hier ist das Ganze dann eingebaut. Gefällt mir, aber noch nicht perfekt.

Mich störte noch das Kabel-Bouquet am Pluspol. Da ich keine Lösung von der Stange gefunden habe, kam auch hier wieder der 3D-Drucker zum Einsatz. Die Kupfer-Schiene zur Stromverteilung habe ich mit UHU endfest eingeklebt.

Und fertig. So hat das Ganze ein Gesicht:





Donnerstag, 2. November 2017

Problem: Der Caddy war nicht ganz dicht. Bei stärkerem Regen bildeten sich Pfützen im Fussraum. Verdächtig war die Abdichtung vom Gebläsekasten - dass diese ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommt. Um den Gebläsekasten auszubauen, muss das Armaturenbrett raus und das Kühlmittel abgelassen werden.

Danach kamen noch die Dämm-Matten raus, die mussten nämlich trocknen. Darunter habe ich auch noch ein paar oberflächliche Roststellen bekämpft.
Der Gebläsekasten war auch übelst dreckig, ich habe ihn gereinigt, den Gebläsemotor geölt und alle Klappen neu mit Schaumstoff belegt.

Die Abdichtung vom Gebläsekasten zur Karosserie habe ich mit Kompriband gemacht - das scheint zu funktionieren, weil nach inzwischen einigen Regengüssen kein neues Wasser ins Auto eingedrungen ist.
Und weils so viel Spass macht: Beim Ablassen des alten Kühlmittels fiel auf, dass der Anschluss für den Ausgleichsbehälter am Kühlmittelrohr mit Schmodder zugesetzt und halb abgerostet war. Gut, bestellste halt ein neues Rohr. Ist aber schief gegangen. Das lt. Schlüsselnummer richtige sah schon auf den ersten Blick ganz anders aus. Also hab ich eins für den Golf 2 bestellt, welches von der Form her auch ins Auto gepasst hätte, allerdings ist der Durchmesser grösser, so dass meine Schläuche nicht mehr passen. Ende vom Lied: Ich habe den Anschluss-Stutzen vom neuen Rohr abgetrennt und an das alte angeschweisst. Ist sogar dicht geworden:

Ich bin dann noch zweimal mit Leitungswasser drin ums Karree gefahren, um das Kühlsystem zu spülen. Dabei fiel auf, dass der Kühler undicht war. OK, war wohl noch der erste, nach 28 Jahren kann das mal vorkommen. Erstaunlich - normalerweise passiert so was erst, wenn das neue Kühlmittel drin ist. Der Ersatzkühler ist Chinaplunder, obwohl ich extra nicht den billigsten Noname genommen habe. Passform ist OK, und er hat auch die ersten Fahrten gut überstanden. Mal sehen wie er sich bewährt.
Noch ne Kleinigkeit: Mich hat immer gestört, dass man am Schaltebel zwischen Knauf und Manschette ein kurzes Stück Metallstange sieht. Das habe ich im Zuge des Wieder-Zusammenbaus beseitigt. Ich habe ein Holz-Röllchen genommen, Leder rumgeklebt und das Teil dann auf die Schaltstange gesteckt. Na also, geht doch:





Dienstag, 24. Oktober 2017

Der R4 macht ja schon länger unschöne Ölflecken. Ein bisschen ist ja okay bei einem alten Auto, aber irgendwann ist auch mal gut. Und da der Motor ohne Ölfilter ausgeliefert wurde, und ich den Umbau auf Ölfilter schon eine Weile geplant hatte, wollte ich nämlich in diesem Zusammenhang die Ölwanne abnehmen und reinigen und dabei die Dichtung ersetzen. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass bei den Motoren ohne Ölfilter hin und wieder die Ölwanne abgebaut werden sollte um den Schmodder im Innern zu entfernen.
Um es vorweg zu nehmen: Diese Ölwanne wurde wenn überhaupt schon sehr lange nicht mehr abgebaut. Bei dem Aufwand mag wohl auch niemand die Stundensätze bezahlen. Dafür war weniger Schmodder drin als erwartet.
Die Dichtung hatte ich schon da, die hatten wir vor längerer Zeit schon mal wo mit bestellt. Die besteht aus vier Kork-Teilen, das riecht nach Schwierigkeiten und ist der Grund, warum ich diese Aufgabe doch immer etwas vor mir herschob.
Ölfilter einbauen ist theoretisch ganz einfach. Blinddeckel abschrauben, Rohrstück einschrauben, Ölfilter draufbauen, hey presto. Dieses Rohr bekommt man aber nicht mehr einfach so. Es gibt auch zwei Varianten, bis 1984 mit 3/4-Zoll-Gewinde und ab 1984 mit M20-Gewinde. In einschlägigen Foren nach einer Bezugsquelle gefragt, erhält man dann so Antworten wie "einfach aus einem Renault-Motor bis 1984 ausbauen", gerade so als ob die sich bei mir im Keller stapeln oder am Strassenrand.
Also ist Selbsthilfe angesagt. Mein Fehler war, dass ich nicht vorab den Blinddeckel abgebaut habe um mir die Situation mal anzusehen. Ich dachte, das Röhrchen schliesst bündig ab, und muss etwa 15mm in den Block und ebenfalls in den Ölfilter. Daher habe ich mir eine Schraube mit 3/4-Zoll-UNF-Gewinde besorgt in anderthalb Zoll Länge:

Diese habe ich dann einem Bekannten mit Zugang zu einer Drehbank gegeben, damit der den Sechskant entfernt und das Teil hohl bohrt (leider kein Bild).
Als ich dann den Blinddeckel abgenommen hatte, stellte ich fest, dass das Gewinde im Block etwa 15 mm zurückversetzt beginnt, mein Röhrchen war also zu kurz. Auf die Schnelle konnte ich kein passendes Teil neu anfertigen lassen, deshalb habe ich mein Röhrchen in der Mitte entzwei gesägt und ein Stück 22er Rohr eingeschweisst. Notiz an mich selbst: nächstes mal eine Schraube von 2 Zoll Länge verwenden…
Danach war die Montage des Ölfilters allerdings kein Problem mehr.
Die Ölwanne hat auch einige Zeit in Anspruch genommen. Erst müssen 14 Schrauben zum Block hin und vier zum Getriebe entfernt werden. Aus der unteren kommt dann Getriebeöl raus. Im Bastelbuch heisst es lapidar "Schraube raus, Ölwanne schnell abbauen, Schraube wieder rein". Selten so gelacht, ich hab lieber mal das Getriebeöl abgelassen, das gehört ohnehin turnusmässig gewechselt.
Die Ölwanne war nämlich richtig festgebacken, ich musste sie mit der Brechstange abhebeln. Dann das übliche: Dichtungsreste abkratzen. Schmodder entfernen. Ich habe die Ölwanne dann auch aussen gereinigt, Flugrost entfernt und schwarz glänzend lackiert, sie hat mich dann an Darth Vaders Helm erinnert.
Die neue Dichtung wird mit etwas Dichtmasse angeklebt, und an den Stellen, wo die Dichtungs-Teile aneinander stossen, kommt etwas mehr Dichtmasse hin. So weit, so gut. Laut Bastelbuch soll man nun vier kurze Stiftschrauben in die jeweils äussersten Schraublöcher einschrauben, damit man die Ölwanne passgenau aufsetzen kann, dann seitlich ein paar von den Ölwannenschrauben eindrehen und dann die Stiftschrauben wieder entfernen und die Schrauben stattdessen eindrehen. Ich habe die Stiftschrauben angefertigt, indem ich sie von einer langen Schraube runter gesägt und einen Schlitz für den Schraubendreher reingemacht habe. Die vorderen gehen auch easy raus, aber an die hinteren kommt man (bei eingebautem Motor) total schlecht dran, nur mit Verlängerung und Gelenk. Den Schraubendreher Bit dann passgenau aufsetzen und die Schraube raus drehen ist ein totales Geduldspiel. Vielleicht besorge ich mir, sollte ich diese Arbeit noch mal durchführen müssen, Madenschrauben mit Inbus oder Torx - in der Hoffnung dass es dann einfacher geht.
Ein anderes Problem wurde noch in Foren angesprochen - nämlich dass sich das hintere Stück Dichtung verschiebt, wenn man die Ölwanne aufsetzt. Man sieht das nicht, man kann es ggf. nur ertasten. Ist bei mir aber zum Glück nicht der Fall gewesen.
Ich habe auch noch das Getriebe abgedichtet. Nachdem das Öl eh draussen war, habe ich die Schrauben von dem rückwärtigen Blech - so sie nicht ohnehin draussen waren wg. Ölwanne - etwas gelöst, das Blech etwas weggedrückt, den Spalt mit Bremsenreiniger und Lappen gesäubert und Dichtmasse rein gedrückt.
Jetzt alles wieder montiert, Ölwannenschrauben handfest angezogen, Quertraverse und Stabi erst gereinigt und dann wieder eingebaut, und dann sah es so aus:

Mitte links sieht man ein wenig vom Ölfilter. Leider habe ich beim Öl einfüllen gekleckert, deshalb tropft das Auto immer noch etwas. Aber es ist weniger als vorher. Na also.





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